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Gastpost: 12 unverzichtbare Tipps, um durchs Erste Theologische Examen zu kommen

Heute gibt es einen Gastpost, ursprünglich erschienen auf theologiestudierende.de.
Achtung: Der Autor bezieht sich auf das Examen in der EKBO. Die hier aufgelisteten Tipps sind dementsprechend zu verstehen.

12 unverzichtbare Tipps, um durchs Erste Theologische Examen zu kommen


Während des Studiums scheint das erste Examen irgendwo in weiter Ferne zu liegen. Doch plötzlich stellt man fest: Alle Pflichtstunden zusammen, scheinfrei, Regelstudienzeit schon lange überschritten – jetzt könnte ich es wagen. Eines vorweg: Es gibt Studierende, die sich trotz vollständigen Hauptstudiums noch nicht reif fürs Examen fühlen und deshalb noch ein oder gar zwei Semester weiterstudieren. Das können sie gerne machen, aber die Examensvorbereitung wird dadurch nicht minder intensiv. Sinnvoll wäre, in der Zeit eine Prüfungsleistung vorzuziehen.

Die Tipps gelten für den Examensaufbau, wie er in der EKBO angewandt wird und insofern das Philosophicum bereits bestanden ist: Zwischen Anmeldung und erster Klausur liegen sechs Monate. In der Zeit wird zuerst in zwei Wochen die Predigtarbeit geschrieben, kurz darauf (wenn nicht vorgezogen) die Examensarbeit (soll 144.000 Anschläge nicht überschreiten) in zwölf Wochen. Sechs Monate nach der Anmeldung folgen innerhalb von zwei Wochen drei Klausuren, nach etwa einem weiteren Monat innerhalb von einer Woche fünf mündliche Prüfungen. Zwischen Anmeldung und letzter Prüfung liegen also etwa acht Monate. Die drei Klausuren sind die fünf Fächer AT, NT, KG, ST und PT minus das Fach, in dem die Examensarbeit geschrieben wurde, minus ein Fach, in dem nur eine mündliche Prüfung abgelegt wird.

Hier nun ein paar Tipps, die für das EKBO-Examen helfen können und ebenfalls für alle Examina, die ähnlich aufgebaut sind. Alle anderen können schauen, welche vielleicht auf ihr Examen anwendbar sind:

1. Nimm dir frei und Zeit

Fange möglichst frühzeitig an, Freunden und Verwandten klarzumachen, dass du in den sechs Monaten vor den ersten Prüfungen (und erst recht während der Prüfungen) keinen Urlaub machen kannst, keine Bibelwoche vorbereiten, kein Haus bauen, keinen Umzug durchführen usw. Das heißt nicht, dass du das nicht vielleicht dennoch tun wirst. Aber du musst Herr bzw. Herrin über deine Zeit bleiben und gewissenhaft einschätzen können, ob du Zusagen einhalten kannst oder nicht. Bleibe in der Frage hart. Wenn du auf das Geld aus deinem Job verzichten kannst, versuche dir so lange wie möglich während und vor deinen Prüfungen frei zu nehmen. Nicht, weil du die Zeit brauchst, sondern weil du die Freiheit brauchst, dir Zeit zu nehmen.

2. Wähle deine Prüfungsfächer gewissenhaft

Für die Examensarbeit solltest du ein Fach wählen, das dir gut liegt oder an dem du zumindest besonders viel Freude hast. Du wirst keine Zeit haben, dich für die Arbeit in die Grundlagen des Faches einzuarbeiten, diese werden vorausgesetzt. Idealerweise kennst du deinen Erstkorrektor und dessen Positionen und theologische Vorlieben und Argumentationsweisen. Wenn es ein Fach gibt, in dem du dich furchtbar (oder auch nur leicht) unwohl fühlst, mach darin die „Single-Prüfung“ (d.h. nur die mündliche, keine Klausur). Das hat lernpsychologische Gründe: Für ein Fach zu lernen, das man nicht so sehr mag, fällt schwerer als für ein Fach zu lernen, das man mag. Da solltest du lieber nur einmal für eine unliebsame Prüfung lernen müssen statt zweimal. Zwar hängt dann das Bestehen des Examens an einer einzigen mündlichen Prüfung in diesem Fach – aber die Angst durchzufallen ist ein schlechter Ratgeber, im Gegensatz zur Freude am Lernen.

3. Wähle Spezialthemen für die mündlichen Prüfungen

Dadurch wird die Prüfung nicht einfacher, aber das Lernen wird angenehmer, weil du dich auf Themen vorbereitest, die dich persönlich interessieren. Empfehlenswert sind bekannte Themen, zu denen es ausführliche Artikel in Lexika gibt oder zu denen du viel Literatur zur Verfügung hast. Ich würde davon abraten, ein Spezialthema zu nehmen, für das auch dein Prüfer Spezialist ist – es sei denn, du bist bereits vor dem Lernen mit dem Thema gut vertraut.

4. Vertraue den Hinweisen, die die Profs dir im Examensvorgespräch geben

Wenn dein NT-Professor sagt, er legt in der Klausur wert auf eine genaue Übersetzung, dann achte darauf, dass die Übersetzung genau wird. Wenn dein PT-Professor sagt, dass er in der Klausur vor allem Wert auf Argumentationsweisen und weniger auf gesammeltes Faktenwissen legt, dann bietet es sich an, in der Klausurvorbereitung beispielhaft aktuelle Probleme der PT zu besprechen. Wenn dein KG-Professor sagt, dass er nicht gemein prüfen wird, dann gehe zuversichtlich und fröhlich in die Prüfungen hinein!

5. Suche dir einen geeigneten Ort zum Arbeiten und Lernen

Es soll ja Menschen geben, die zu Hause konzentriert arbeiten können. Ich kann es nicht. Wenn du es auch nicht kannst ([er]kenne dich selbst!), suche dir einen Ort, an dem Arbeitsatmosphäre herrscht, wo Fachbücher stehen, andere Menschen konzentriert arbeiten, an dem es ggf. komplett still ist (Ohrstöpsel!), der gut klimatisiert und beleuchtet ist. Eine gute Bibliothek ist dafür ideal. Für Berlin empfehle ich das Grimm-Zentrum noch eher als die theologische Bibliothek, da in der theologischen Bib der Straßenlärm zu laut ist, wenn die Fenster offen sind und ansonsten die Räume nicht klimatisiert sind, was im Sommer nicht schön ist.

6. Suche dir Kommilitonen und Freunde, die dich beim Arbeiten und Lernen unterstützen

Damit ist nicht unbedingt eine Lerngruppe gemeint (ich persönlich halte nicht viel von Lerngruppen, aber das ist eine Typfrage), sondern vor allem Menschen, die dich inspirieren, mit denen du dich austauschen kannst, mit denen du dich verabredest, deren Disziplin du dir zum Vorbild nehmen kannst, mit denen zusammen du gerne Pausen einlegst (aber nicht zu viele!), die mit dir ehrlich und konstruktiv diskutieren können, die dich motivieren können, wenn die Welt über dir zusammenbricht und die du motivieren kannst, wenn es ihnen so geht. Wenn ihr anfangen solltet, gemeinsam und gleichzeitig darüber zu jammern, dass das alles nichts wird und eh keinen Sinn hat – reißt euch zusammen!

7. Predigtarbeit

Freue dich über den Bibeltext, den du zugewiesen bekommen hast! Übersetze den Text und untersuche ihn exegetisch. Anschließend schreibe aus der Freude über deinen Bibeltext heraus eine anschauliche und stringente Predigt, die klar auf die Perikope bezogen ist. Scheue dich nicht, rhetorische Stilmittel, Metaphern, Personalisierungen und vor allem Geschichten oder treffende Beispiele zu verwenden (nur das bleibt bei den fiktiven HörerInnen hängen!). Die Predigt sollte nicht nur aus der Geschichte bestehen, doch sie kann einen Höhepunkt darstellen. Erzählst du eine (gute!) Geschichte, hast du (wieder) die Aufmerksamkeit der PredigthörerInnen. Nach der Predigt schaust du dir an, was du aus dem Bibeltext gemacht hast und erklärst das in der systematischen Reflexion und in der Reflexion über die HörerInnen. Vergiss nicht, deine „Gemeinde“ mittels einer Sinus-Milieustudie zu charakterisieren. Wenn möglich, erwähne die V. KMU (oder welche auch immer gerade aktuell ist). Nur, wenn dir trotz deiner überschwänglichen Freude über die Perikope überhaupt nichts einfällt, nimm Predigtstudien zur Hand. Ansonsten setze dich nach der Predigt mit ihnen auseinander. Achtung: Auch wenn du erst nach der Predigt die Reflexionen durchführst, sollte es in der Arbeit so klingen, als hättest du das alles schon vorher getan. Natürlich müssen die Reflexionen dann auf die Predigt hinlaufen.

8. Examensarbeit

Da du hier dein Lieblingsfach gewählt hast, weißt du selbst am besten, was konkret zu tun ist. Lies die Aufgabenstellung gründlich, nimm dir genügend Zeit für die Literaturrecherche, plane deine Arbeit sorgfältig. Investiere eine Stunde in einen Zeitplan, den du vom Abgabetermin her aufziehst: Nimm dir zwei Wochen zum Korrekturlesen und als Puffer vor, rechne für jede Woche mit sieben bis zehn fertigen Seiten (wieder: [er]kenne dich selbst!). Die Zeit, die jetzt am Anfang übrig bleibt, wird für Literaturrecherche und für den schriftlichen Entwurf eines gut durchdachten Aufrisses verwendet. Für das Literaturverzeichnis, für Zitate, Ideen und Gedanken empfehle ich das Computerprogramm Citavi, das viele Unis kostenlos zur Verfügung stellen. Verändere nach der ersten Woche deinen Zeitplan nicht mehr und versuche, dich daran zu halten. Nimm alle typographischen Formatierungen der Arbeit am Anfang vor, dass du beim Schreiben schon siehst, wie schön das ganze einmal aussehen wird, wenn es fertig ist. Wenn es keine strengen Vorgaben gibt, wähle eine Schriftart und eine Formatierung, die dir gefallen – du musst sie die nächsten Wochen ertragen. Lass dich von beflissenen Freunden und Kommilitonen beraten. Hab so viel Spaß wie möglich beim Schreiben und tausche dich ausführlich mit Freunden und Kommilitonen über dein Thema aus (lass sie aber auch über ihre Themen zu Wort kommen).

9. Gestalte deine Intensivlernphase

Du hast jetzt, nach der Examensarbeit, noch zwei Monate, bis die erste Klausur beginnt. Hast du den Eindruck, dass du rein gar nichts weißt und noch weniger verstehst? Das ist sehr gut! Denn das bedeutet, dass du einen guten Einblick in die theologische Materie hast – du weißt, dass du nichts weißt. Finde dich damit ab, dass dein Wissen niemals die Gestalt einer geschlossenen Landmasse im Meer deines Unwissens annehmen wird, sondern bestenfalls zu einem Archipel heranwächst, dessen Inseln mit Fähren und Brücken verbunden sind. Gehe ab sofort regelmäßig in die Bibliothek (bzw. an deinen Lernort) und lerne dort. Kenne deine Selbstdisziplin. Lass ggf. alle internetfähigen elektronischen Geräte zu Hause oder im Schließfach. Drucke dir PDFs aus, arbeite mit Büchern, schreibe Notizen per Hand auf. Mache regelmäßig Pausen. Mir hat es sehr geholfen, das Lesen bzw. Lernen etwa alle halbe Stunde zu unterbrechen und für fünf Minuten das Gelernte im Kopf kreisen zu lassen, es für mich selbst zu wiederholen, Fragen zu stellen, mir Probleme zu verdeutlichen oder auch mit Kommilitonen oder gar Nichttheologen darüber zu reden. Was mir nicht geholfen hat, war Exzerpieren. Mir kam das immer wie reine Geschäftigkeit vor mit einem eher geringen Nutzen. Anderen aber soll es wohl helfen. Daher der Hinweis: Nur weil viele deiner Kommilitonen auf eine bestimmte Weise sehr gut lernen, heißt das nicht, dass diese auch für dich gut sein muss, selbst wenn die Methode in noch so vielen Ratgebern hochgelobt wird.

10. Suche dir hermeneutische Zugänge zu den Fächern und entscheide dich für Positionen

Dies ist wahrscheinlich einer der schwierigsten Schritte, aber definitiv einer der hilfreichsten fürs Lernen! Bestimmt hast du während deines Studiums einige Lieblingsthemen gefunden, mit denen du dich besonders intensiv beschäftigt hast. Versuche nun, für jedes deiner Prüfungsfächer ein Lieblingsthema zu finden, von dem aus du ganz weit ausgreifen kannst. Hier bieten sich natürlich große Themen an: Rechtfertigung, Schöpfung, Auferstehung, Papst und Kaiser, Karl Barth und die dialektische Theologie, Langes Kommunikation des Evangeliums etc. Versuche nun alles (wirklich, alles!), was du lernst, mit einem oder mehreren deiner Lieblingsthemen wild, aber ernsthaft zu verknüpfen und dabei auch die großen Themen miteinander zu verbinden. Finde dabei Positionen innerhalb deiner Themen, mit denen du dich identifizieren kannst – und stehe dazu! Versuche nun, deine eigenen Positionen zu widerlegen und suche nach Argumenten, die dir widersprechen. Versuche, diese zu verstehen und nachzuvollziehen. Widerlege oder relativiere anschließend diese Argumente wieder. Mach das so lange, bis du das Gefühl hast, nichts Neues mehr zu deiner Position zu finden.

11. Freue dich auf die Klausuren und vergiss anschließend ganz schnell wieder, was du geschrieben hast

Endlich kommen die Klausuren! Du hast deinen Lieblingsstift dabei, mit dem du sauber schreiben kannst und sprudelst nur so vor großen theologischen Ideen, mit der du die Welt beglücken und deine Korrektoren flashen willst. Du schreitest mit stolzgeschwellter Brust in den Prüfungsraum hinein. Beim Anblick der drei Prüfungsthemen aber weicht dir jegliche Farbe aus dem Gesicht. Ach, es gibt drei Johannesbriefe? Prä-was des Gottessohnes im Kolosserbrief? Exegese eines Abschnittes aus der Johannesoffenbarung? In der Situation hilft es, zuerst einmal zu frühstücken. Während des Frühstücks solltest du dich nun nichtdarüber ärgern, dass du beim Lernen ausgerechnet diese Kapitel übersprungen hast, sondern locker die Themen meditieren. Irgendwelche Gedanken kommen in dir zu irgendeinem Thema bestimmt hoch – und wenn es nur Randaspekte eines Themas sind. Diese Gedanken sind deine Freunde. Sie wollen dich an Orte der Theologie führen, die sich dir erst während deiner Klausur eröffnen und dich begeistern werden. Ganz wichtig: Bevor du ans Schreiben gehst, konzipiere deinen Text ausführlich! Nimm dir für Brainstorming und Konzept mindestens eine halbe Stunde Zeit und schreibe jeden noch so kruden Gedanken auf dein Schmierblatt. Nutze ggf. intensiv die Hilfsmittel, die dir zur Verfügung stehen, v.a. in den exegetischen Fächern. Wenn gefordert, fertige möglichst präzise Übersetzungen an und lass dir dafür Zeit. Lass dich vom Geschreibsel deiner Kommilitonen nicht kirre machen. Schreib lieber wenig, dafür durchdacht und präzise, als kafkaeske Romane. Natürlich braucht dein Text eine Einleitung, in der du dir dein Thema zurechtlegst (das ist zu deinen Gunsten!), und einen Schluss, der das Thema wieder aufnimmt und den Hauptteil reflektiert (auch Schwächen benennt und Ergebnisse relativiert oder transformiert!). Schwafeln is‘ nicht. Nachdem du die Klausur abgegeben hast, vergiss auf der Stelle, was du geschrieben hast und worüber du geschrieben hast. Lass dich nicht in Gespräche darüber verwickeln. Sollte dir plötzlich einfallen, dass du irgendwo einen ganz großen Bock geschossen oder ein ganz wesentliches Detail zu schreiben vergessen haben solltest, hat dir das vollkommen egal zu sein. Nicht nur, dass du bis zur nächsten Prüfung keine Zeit hast, dich zu ärgern, sondern in solchen Drucksituationen tendiert unsere Psyche dazu, Nebensächlichkeiten zu Katastrophen aufzublasen.Wenn nur ein paar Punkte nicht ganz stimmen, lächelt dein Korrektor wahrscheinlich nur darüber. Es gibt nichts, was er nicht schon gelesen hätte. Eine 3,3 ist auch okay.

12. Freue dich auf die mündlichen Prüfungen

Die Klausuren sind geschrieben und vergessen. Du hast viel gelernt, aber die Luft ist eigentlich schon raus. Wie schön, dass du dich jetzt nur noch mit deinen Spezialthemen zu beschäftigen hast! Im Spezialthema wird nach Spezialwissen gefragt. Es ist keine große Sache, aber sehr effekt- und sinnvoll, beim Lernen eine Liste mit spannenden Details anzufertigen, die in der Prüfung eingestreut werden könnten. Da sich solche zudem gut merken lassen, bieten sie eine gute Hilfe, um das Wissen zu strukturieren. Denk immer daran: die mündliche Prüfung dauert nur ca. eine halbe Stunde. Das sind aufgeschrieben vielleicht sechs A4-Seiten Text, die du von dir gibst. Das ist nichts im Vergleich zu den zig Seiten, die du bereits zu deinen Themen gelesen und verinnerlicht hast. Dein Ziel für die mündliche Prüfung sollte sein: Reden, reden, reden! Im Redefluss bleiben. Den Prüfer am besten nicht zu Wort kommen lassen. Sollte er die Dreistigkeit besitzen, dich unterbrechen zu wollen, mindestens noch den Satz zu Ende bringen. Die Prüfung muss dir gehören! Natürlich sollte dein Reden qualifiziert sein und kein Geschwafel. Die wenigsten Prüfer beginnen eine Prüfung, indem sie einen bestimmten Sachverhalt von dir präzise geschildert haben wollen und dann darauf herumreiten, wenn du Probleme hast (falls doch … shit happens). In der Regel fragen sie nach etwas, was du irgendwie mit dem, was du für dein Spezialgebiet gelernt hast, verbinden kannst. Greife das auf und leite zu deinen Steckenpferden über, wenn es nicht ohnehin von vornherein um so eines geht. Bei der Übersetzung kannst du als Durchschnittsstudent Pech oder Glück haben. Zunächst einmal solltest du die alten Sprachen flüssig vorlesen können. Das zu üben ist nicht so schwer und hinterlässt erst mal einen guten Eindruck. Dabei ist es auch überhaupt nicht schlimm, wenn dir dein Prüfer bei wenigen Wörtern helfen muss. Die Hilfe sollte sich aber in einem vernünftigen Rahmen bewegen. Wenn dir gleich das erste hebräische Wort japanisch vorkommt, handelt es sich entweder um das Hifil Perfekt von „qum“ (haqimoti) oder es bahnt sich eine erste Hürde an. Ansonsten gilt dasselbe wie immer für mündliche Prüfungen: Wenn du eine Frage nicht verstehst, bitte um eine Neuformulierung. Wenn du gar keine Ahnung von einem angesprochenen Thema haben solltest, mache wenigstens einen Antwortvorschlag, mit dem dein Prüfer etwas anfangen kann. Die meisten Profs werden dann großzügig zu einem anderen Thema weitergehen, das dir hoffentlich besser liegt … bis auch die längste mündliche Prüfung irgendwann vorbei ist!


Die beschriebenen Tipps haben mir in meiner Examenszeit geholfen. Sie mögen nicht für alle gleichermaßen geeignet sein, können aber Anregungen geben, seinen eigenen Lernstil zu finden. Selbstverständlich sind auch sie keine Erfolgsgarantie. Es gibt keinen „leichten“ Weg durchs Examen, es ist immer harte Arbeit. Aber auch diese Arbeit kann mit entsprechenden Rahmenbedingungen angenehm gestaltet werden. Wie man einen Berg mit Proviant und Wanderschuhen besteigen kann, kann man ihn auch mit Flipflops und Kaugummi hinaufkraxeln. Unerwartete Hindernisse können immer auftauchen und ich würde schätzen, dass etwa 0,3 bis 0,5 Notenpunkte der Examensnote durch Glück (oder Pech) zustandekommen können. Nur wenige werden ohne jegliche Krise durch die Examenszeit hindurchspazieren. Deshalb ist es umso wichtiger, die Zeit auf eine Weise zu gestalten, dass du Spaß am Lernen, am theologischen Arbeiten und am gegenseitigen Austausch behältst. Andere haben es vor dir geschafft, andere werden es nach dir schaffen. Die sind bestimmt nicht alle besser als du. Ein Examen kann aus allen möglichen Gründen schiefgehen – persönliche, gesundheitliche, höhere Gewalt … aber es muss nicht. Und zur Not gibt es immer noch einen zweiten Versuch.

Viel Erfolg!

Einladung zur Exkursion: Gemeindeaufbau in Leipzig

Der Konvent der sächsischen Theologiestudierenden bietet dieses Semester eine Exkursion an 2 Tagen hier in Leipzig an.
Thema: Gemeindeaufbau an praktischen Beispielen.

Warum das ganze? Wir haben den Mitinitiator und Kommilitonen Melchior Heyer gefragt:

Wie einige vielleicht wissen, habe ich einige Semester in Greifswald studiert, wo die Thematik Gemeindeaufbau einen Schwerpunkt der PT bildet. Abgeschlossen hatte ich die Zeit im März 2016 mit einer Studienreise nach England, wo wir verschiedene Gemeinden, aber auch neuere Gemeindeformen (fresh expressions) kennenlernen durften.
Ich hatte große Lust, ein ähnliches Konzept wie in England auch mal hier in Leipzig anzubieten. Deswegen veranstalten wir als sächsischer Konvent dieses Versuchsprojekt.
Ich hoffe, damit Lust auf das Thema Gemeindeaufbau zu machen, einige best-practice Beispiele mitzunehmen und in einige Leipziger Gemeinden tieferen Einblick zu bekommen.

Außerdem wünsche ich mir, dass wir als Studierende unsere vorhanden Ressourcen (wie den Konvent) nutzen, um in Eigeninitiative unser Studium um Inhalte zu ergänzen, die für uns relevant sind.

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Flyer als pdf-Download

Das ganze findet an zwei halben Tagen am 02. und 03. Dezember statt. Interessenten melden sich bitte mit einer Email an sachsenkonvent@gmail.com!

Wie du alle Infos im Sachsen-Konvent bekommst

Mit Beginn dieses Semesters haben wir im social media-Bereich nochmal etwas augeräumt. Zur Übersicht gibt es hier eine kleine Erklärung:

 

  • Studienrelevante Informationen, Einladungen und Termine erhälst du über den Newsletter. Achtung, den haben wir neu aufgesetzt! Wenn du den aktualisierten Newsletter noch nicht abonniert hast, kannst du das hier gleich nachholen: http://eepurl.com/cbru3f

 

  • Die Inhalte des Newsletters, aber auch zusätzliche Beiträge findest du genau hier auf unserer Homepage und ebenso auf der Facebook-Seite.

 

Alle Informationskanäle findest du auch auf der Kontakt-Seite aufgelistet.
Noch Fragen? Hinterlass gerne unten einen Kommentar!

Neues Semester – neue Homepage

Tatatataaaaaaaaa!!!

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Hier ist sie also nun – die neue Homepage unseres Konvents!
Wie kundigen Beobachtern schon aufgefallen ist, existiert unsere Website jetzt in der Form eines Blogs. Das wurde ganz bewusst entschieden, weil wir etwas regelmäßigere Anteilnahme aneinander erhoffen.

Was erwartet euch also künftig?
Wie gehabt bekommt ihr die essentiellen Infos über den (ebenfalls neuen) Newsletter. Weiterhin bemühen wir uns um Bereitwillige, die hier auf dem Blog auch eigene Beiträge hinterlassen. Das kann ein Bericht über die letzte Theologiestudierendentagung gewesen sein, dein Gemeindepraktikum, grundsätzliche Gedanken über Strukturen und Inhalte des Studiums und unserer Landeskirche oder einfach ein energiegeladener 10sec-Videoclip darüber, warum man unbedingt Theologie studieren sollte. Eure Kreativität ist gefragt!!
Weiterhin wird es ab und an Informationen über Literaturtipps, Tagungen und Linktipps speziell für uns geben! Seid gespannt!

Einladung zum Fakultätsgrillen | Angebot zur Neuaufsetzung der Homepage

Ihr lieben Sachsen und Sächsinnen!

Eine Weile musstet ihr schon seit dem letzten Newsletter warten.

  1. Der Sommer ist da und der FSR grillt – da schließen wir uns gleich an.
    Die Vertreter_Innen des Sachsenkonvents werden beim Grillen dabei sein und wir können uns dort zu Fragen und Anregungen bzgl. des Konvents und unserer Landeskirche austauschen.
    Wir sehen uns nächsten Donnerstag, 30. Juni, ab 19:30 im Johannapark 🙂
  2. Unsere Konvents-Homepage (sachsen-konvent.de).
    Wir haben uns Angebote von Webdesignern eingeholt und dies übersteigt unsere finanziellen Vorstellungen.
    Fühlt sich jemand von euch fähig und willig, unsere Homepage neu aufzusetzen oder dabei zu helfen, und würde diese Aufgabe gegen ein Honorar übernehmen? Dann melde dich gerne unter „sachsenkonvent@gmail.com“!!

Sonnige letzte Semesterwochen wünschen euch eure Konventssprecher!